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Leistungsnachweis


1000 Männer und Frauen beweisen, dass sie fit für Extremsituationen sind
Jährliche Veranstaltung gewinnt an Bedeutung / Ausrichter Wettringen feiert 125-jahriges Bestehen

Löschen, Retten, Bergen, Schützen — in Theorie und Praxis, im Team und auf Zeit: Mehr als 1000 Frauen und Männer der Freiwilligen Feuerwehren im Kreis Steinfurt kamen am Samstag zum jährlichen Leistungsnachweis des Kreisfeuerwehrverbandes nach Wettringen.

Fallschirm

Unter dem großen Fallschirm konnten die Kameraden kurz verschnaufen, bevor es auf den Aawiesen weiterging.

 

Vorbereitung

Vorbereitung ist alles: Hier lauschen die Feuerwehrleute aufmerksam der Besprechung vor der nächsten Übung.


Bereits seit 41 Jahren gibt es den Leistungsnachweis der Feuerwehren, eine Art Bundesjugendspiele für die großen Kinder mit den roten Autos. Eine Veranstaltung, die für Manfred Kleine-Nieße, Vorsitzender des Kreisfeuerwehrverbandes, im Feuerwehrwesen mehr denn je an Bedeutung gewinnt: „gelöscht wird nach wie vor mit Wasser — was sich verändert, ist die Technik. Wir haben in der Tagesverfügbarkeit immer weniger Kameraden, das heißt ich habe nicht mehr die ganze Gruppe mit neun Personen, sondern nur noch fünf oder sieben. Ich muss aber das Gleiche leisten, also muss die Technik besser werden, um das Personal zu ersetzen“

 

Wasser Marsch

Wasser marsch: Beim Leistungsnachweis der Feuerwehren widmeten sich die Kameraden auch ihrer ureigenen Aufgabe: der Brandbekampfung. Daneben standen Fitness und auch das Thema Knoten und Stiche auf dem Programm.

 

Knoten

Nicht immer einfach: Als besondere Zusatzaufgabe in diesem Jahr Knoten und Stiche auf der Agenda.

 

Daumen hoch

Daumen hoch: Geschafft, aber zufrieden kehren diese Teilnehmer von einer erledigten Aufgabe zurück.

Dieser Entwicklung müsse man zunehmend Rechnung tragen und daher umso mehr nachhalten, dass die noch vorhandenen Frauen und Männer fit für Extremsituationen seien. Überprüft wurde am Samstag deshalb die Fitness der Wehrleute, ebenso wie die Brandbekämpfung auf Zeit und in diesem Jahr -als besondere Zusatzaufgabe - das Thema Knoten und Stiche. „Es geht hier um die Grundfertigkeiten, um einfaches Fachwissen und eine gewisse körperliche und geistige Fitness", sagte Kleine-Nieße. „Das Handwerkszeug müssen die Frauen und Männer im Einsatz beherrschen - auch nachts. Da wird dann nicht lange diskutiert, das muss funktionieren", so der erfahrene Feuerwehrmann weiter.
In 105 Gruppen traten die verschiedenen Löschzüge aus den 24 Kreiskommunen an. Den ganzen Tag über bewiesen die Feuerwehrleute auf den Aawiesen ihr Können und trafen auf ein groß angelegtes Rahmenprogramm. Dafür fand Manfred Kleine-Nieße lobende Worte. „Wir sind hier wieder einmal bei einer Feuerwehr, die funktioniert. Da brauchen wir keine Bedenken zu haben.  Der Ablauf ist vorbereitet, es läuft vom Feinsten."
Voll des Lobes war auch Wettringens Bürgermeister Berthold Bültgerds, denn die hiesigen Kameraden hatten mit der Organisation und der Teilnahme gleich mehr als doppelte Arbeit: „Die Ehrenamtlichen der Freiwilligen Feuerwehr haben in den Tagen zuvor bei über 30 Grad ordentlich geastet und viele Schweißtropfen vergossen." Auch er sprach von einer gelungenen Veranstaltung und zeigte sich vom hohen sozialen Engagement aller 1000 Frauen und Männer ebenso beeindruckt wie Kreisordnungsamtsleiter Helmut Heuing, der weiß, dass die Wehren nicht nur an ihrer Technik, sondern auch an der Nachwuchsförderung arbeiten: „Im Kreisentwicklungsprogramm ist immer wieder vom demografischen Wandel die Rede. Wir werden älter, aber üblicherweise auch weniger. Ich stelle immer wieder erfreut fest, dass das gerade bei den Feuerwehren nicht zutrifft. Die Förderung des Nachwuchses ist den Feuerwehren ein Anliegen und das freut uns als Kreis Steinfurt besonders."

Handgriff

Jeder Handgriff muss sitzen: Das Anschließen der Schläuche wird hier gerade genau unter die Lupe genommen.

 

Kleine Niee

Manfred Kleine-Hieße (Kreisfeuerwehrverband) ehrte mehrere Schiedsrichter verschiedener Feuerwehren aus dem Kreisgebiet für ihren langjährigen Einsatz bei den Leistungsnachweisen.

 

Alles im Blick

 Alles im Blick: Kritische Blicke gab es am Samstag viele.

 

Nicht nur Praxis

Nicht nur Praxis, auch Theorie gehört zwingend dazu.

 

Rhre

Rein in die Röhre: Auf der Laufbahn des Wettringer Sportzentrums wartete ein anstrengender Parcours auf die Teilnehmer.

 

Laufschritt

Im Laufschritt zum Einsatzort: Der Trend geht zu mehr Technik, um die zurückgehenden Zahlen beim Personal aufzufangen. Da braucht es auch Kraft, um die Ausrüstung zu transportieren.

 

Gegen die Uhr

Gegen die Uhr arbeiten die Feuerwehrleute auch im Einsatz — körperliche Fitness ist da eine wichtige Voraussetzung.

Bericht & Bilder: Jens Keblat / MV