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Hundertfache Augenweide

Hundertfache Augenweide
Umjubelter Festumzug beendet Jubiläum / Historische Fahrzeuge und Feuerwehren aus der Umgebung


Kein Brand, kein Alarm. Aber überall, soweit das Auge reichte, sahen Hunderte interessierte Zuschauer am Sonntagnachmittag Feuerwehrleute und Fahrzeuge im Hiärtken. Die Feierlichkeiten zum 125-jährigen Jubiläum der Freiwilligen Feuerwehr Wettringen hatten ganze Hundertschaften der befreundeten Feuerwehren aus der Umgebung dazu bewogen, am großen Festumzug teilzunehmen. Die Feuer-wehren aus Altenberge, Emsdetten, Greven, Horstmar, Laer, Hörstel, Ibbenbüren, Ladbergen, Neuenkirchen, Nordwalde, Ochtrup, Welbergen, Recke, Rheine, Saerbeck, Salzbergen, Steinfurt und Westerkappeln waren dabei. Nach internen und öffentlichen Veranstaltungen mit nachdenklichen Momenten am Mahn- und Ehrenmal und purer Freude beim begeisternden Zapfenstreich, Wasserspielen und Feuerwerk endeten vier Tage mit ausgiebigem Programm und voller Kameradschaft noch einmal mit einem weiteren Höhepunkt.

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Die 19 teilnehmenden Feuerwehren begleiteten die Wettringer dabei nicht nur mit einigen Dutzend Kameraden in Uniform, sondern auch mit eigenen Musikzügen und - für jedermann eine Augenweide - historischen Geräte- und Spritzenwagen, teils Oldtimer aus 60-ern oder 70ern, teils Wagen die von Hand oder vom Pferd gezogen wurden. Apropos Pferd: Der Umzug sollte grade starten, da erlitt ein Pferd an einem historischen Gespann des Fahr-und Reitvereins einen Infarkt und fiel tot um. Der Umzug mit rund 650 Feuerwehrleuten, der eigentlich von der Industriestraße über den Stationsweg zur Rothenberger Straße verlaufen sollte, nahm daraufhin im Gewerbegebiet eine improvisierte Umleitung, und marschierte los. Über die Rothenberger Straße ging es bis zur Metelener Straße, dann auf die Hügelstraße und über die Kirchstraße am Rathaus vorbei bis zum Festzelt am Haverkamp. An allen Ecken, Abzweigungen und freien Plätzen am Straßenrand tummelten sich gespannte Zuschauer.

Hundertfache Augenweide 2  

Ganze Generationen saßen oft zusammen, manchmal praktischerweise im eigenen Vorgarten entlang der Route. Kinder, Eltern, Großeltern, Freunde und Bekannte - alle waren gekommen. Immer wieder, nicht nur bei den Wettringer Feuerwehrleuten, wurde den Teilnehmern des Umzugs zugewunken und zugejubelt -nicht selten kannten sich die Leute auf beiden Seiten. 

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Überall wurde fotografiert und gefilmt; gerade die kleinsten Kinder hatten entweder den Mund vor Staunen weit offen oder hüpften ausgelassen umher. Zum Schluss schritt die gesamte Mannschaft der Freiwilligen Feuerwehr Wettringen stolz und mit vollzähliger Kapelle durch das Dorf, dahinter der bekannte Bulli und der neueste Zugang im Feuerwehrgerätehaus und das zugleich modernstes Fahrzeug im Zug: das TLF 4000. Ganz vorn fuhr ein Feuerwehr-Trabant aus Nordwal-de; mehrere Fahrzeuge, wie Opel Blitz oder andere Geräte- und Spritzenwagen waren zu bewundern. Eine Dampfspritze aus Salzbergen konnte nicht mehr rechtzeitig teilnehmen, dafür waren aber einige Handkarren und alte Pumpen unter anderem aus Metelen, Ochtrup und Steinfurt vertreten. Auf einer Bühne am Rathaus moderierte Paul Krümpel das Geschehen, im Beisein von Wehrführer Werner Henrichsmann, Bürgermeister Berthold Bültgerds, Dietmar Roling (Ordnungs- und Umweltamt) sowie Reiner Dewulf, Hauptdezernent der Bezirksregierung. Am Festzelt angekommen, fand Christoph Remki passende Worte: „Da bleibt nur noch zu sagen: Zum gemütlichen Teil weggetreten!"

Bericht / Fotos: Fabian Kronfeld; MV

Fotos finden Sie hier.